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Schädlinge

Thripse an Zimmerpflanzen bekämpfen – so wirst du sie los!

Thripse gehören meiner Meinung nach, zu den schlimmsten Schädlingen überhaupt. Man erkennt den Befall häufig zu spät und hartnäckig sind sie dann auch noch. Deswegen muss man die Schadbilder zuordnen können und vor allem Bescheid wissen, wie man sie am besten bekämpft! Mit den folgenden Tipps bist du auf die Bekämpfung von Thripsen perfekt vorbereitet.

Wie erkenne ich Thripse?

Falls du dich fragst, wieso die Thripse besonders im Frühling und Sommer so häufig deine Pflanzen befallen, solltest du Folgendes wissen: Thripse sind die gleichen Tiere, die du vielleicht als Gewittertierchen oder Fransenflügler kennst. Die sind gerade in den wärmeren Monaten aktiv und kommen von draußen zu unseren Zimmerpflanzen.

Aber wie sieht das Schadbild von Thripsen überhaupt aus? Dazu gibt es einige Merkmale, die man abchecken kann, sobald man einen Thripse Befall vermutet.

  1. Helle Punkte auf den Blättern: Das sind die Einstichstellen der Thripse. Sie ernähren sich von der Epidermis, der äußeren Schicht der Blätter. Besonders gut sieht man die Stiche, wenn man das Blatt gegen das Licht hält!
  2. Bräunlich, durchscheinende Blätter: Die betroffenen Zellen des Blattes werden leicht durchsichtig und manchmal silbrig, weil die Thripse ihnen die Flüssigkeit entzogen haben und Luft eindringen kann.
  3. Wachstumsstörungen: Besonders den neuen Blättern sieht man den Befall deutlich an. Das Wachstum ist verkrüppelt und die Blätter entrollen sich nur schwerfällig.
  4. Kotpunkte: Die erwachsenen Thripse hinterlassen auch ihren Kot auf den Pflanzen. Dieser ist dunkelbraun und mit bloßem Auge bei genauem Hinsehen erkennbar. Er wird häufig mit Erdkrümeln verwechselt.

Die Schädlinge selbst sind entweder erwachsen oder noch im Larvenstadium. Die Larven sind weißlich und ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Tiere. Diese sind schwarz und wenige Millimeter groß. Wer schon mal Gewittertierchen gesehen hat, weiß also schon, wie sie aussehen! Wie alle Schädlinge mögen sie besonders die Blattunterseiten.

Die Bekämpfung der Thripse

Wie bei allem, gibt es auch für diese Schädlinge unterschiedliche Bekämpfungsmethoden! Häufig ist eine Kombination aus mehreren sinnvoll und führt langfristig zum Ziel.

Neemöl

Neemöl* ist so ziemlich das Wundermittel gegen eine Vielzahl an Schädlingen, auch gegen Thripse! Es wird aus dem Neembaum gewonnen und enthält den Wirkstoff Azadirachtin, welcher die Chitinbildung der Schädlinge und ihrer Larven hemmt. Ich mische das Öl dazu mit Wasser und besprühe die betroffenen Pflanzen großzügig mindestens einmal am Tag. Das Mischverhältnis ist bei mir meistens 1-2 Esslöffel auf einen Liter Wasser. Neemöl* ist ein natürliches Produkt und damit schadet seine Anwendung auch nicht eurer Pflanze. Es ist zudem auch sehr ergiebig, kann präventiv eingesetzt werden und man kann fast alle Schädlinge damit behandeln. Wichtig ist vor allem, dass es bereits mit einem Emulgator versetzt ist, damit man es besser mit Wasser mischen kann!

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Hausmittelchen

Es gibt auch Hausmittel gegen Thripse. Am beliebtesten ist eine Mischung aus Olivenöl und Spülmittel (zwei Esslöffel Öl und wenige Spritzer Spülmittel auf einen Liter Wasser). Allerdings sind hier nach der Behandlung die Blätter oft etwas klebrig. Hier kann das Abduschen Abhilfe schaffen! Es spült nämlich auch die Schädlinge von den Blättern.

Auch Teebaumöl* kann helfen. Dazu einfach 4-5 Tropfen auf einen Liter Wasser mischen und die Pflanzen damit regelmäßig besprühen. Bei der Dosierung gilt das langsame Herantasten. Gerade dünnblättrige Pflanzen mögen nicht zu viel Teebaumöl*.

Blautafeln

Da Thripse auch fliegen können, sind auch Blautafeln* sinnvoll. Diese müssen aber wirklich blau sein, da die gängigen, gelben Tafeln für Trauermücken sind und die blauen Tafeln einen speziellen Lockstoff für Thripse enthalten!

Nützlinge

Für jeden Schädling gibt es auch einen Nützling. Das sind kleine Tierchen, die euer Schädlingsproblem einfach aufessen. Besonders für mehrere befallene Pflanzen eine gute Lösung! Manche Nützlinge überleben auch einige Zeit, so dass sie auch als Prophylaxe dienen. Mehr zum Thema Nützlinge für Zimmerpflanzen gibt es auch hier! Die besten Nützlinge für Thripse sind zum Beispiel Raubmilben*.

Chemiekäulen

Ihr wisst dass ich kein sonderlicher Freund von Chemie bei der Schädlingsbekämpfung bin, aber manchmal geht es wirklich nicht anders! Falls ihr also auch kurz vor dem Verzweifeln steht, hier noch eine kleine Auswahl an chemischen Bekämpfungsmitteln.

Combi Stäbchen

Diese Combi Stäbchen* wirken durch das Substrat und sind für zwei Dinge gut: die Düngung und Schädlingsbekämpfung. Besonders sinnvoll daran ist, dass sie bis zu drei Monaten wirken und auch präventiv eingesetzt werden können.

Granulat

Das Combi Granulat* wirkt ebenfalls ähnlich und ist auch gegen andere Schädlinge wie Trauermücken zu empfehlen. Auch hier ist die Wirkdauer bis zu drei Monaten.


Welche Tipps hast du für die Bekämpfung von Thripsen? Und welche von meinen Tipps hast du vielleicht schon einmal ausprobiert? Lass es mich in den Kommentaren wissen und besuche mich auch auf Instagram!

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